Ausflugtipps - Tour de Dietzenbach

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ADFC und OFFENBACH-POST präsentieren die

Tourenverlauf (Grafik)

"Tour de Dietzenbach"

Sehenswürdiges mit dem Rad erfahren: In knapp zwei Stunden rund um die Kreisstadt - 20 km
(mit freundlicher Genehmigung der Offenbach-Post)

(von Jenny Westphal, Offenbach-Post): Auch wenn sich der Sommer zurzeit von seiner zurückhaltenden Seite zeigt, so lädt er doch in strahlenden Momenten zu einer Radtour ins Grüne ein. Umrahmt von Wäldern und Wiesen, bietet die Kreisstadt dafür eine perfekte Kulisse. Die ADFC-Ortsgruppe hat eine Anregung unserer Zeitung aufgegriffen und die "Tour de Dietzenbach" ausgetüftelt. Die gewährt Radlern aus nah und fern einen Eindruck der Sehenswürdigkeiten rund ums Städtchen. Gaby Geerligs und Thomas Krause vom ADFC nahmen unsere Mitarbeiterin Jenny Westphal mit auf den Rundkurs, der in etwa zwei Stunden zu bewältigen ist - und natürlich nach Lust und Laune verlängert werden kann.

Reifen aufgepumpt, Bremsen überprüft und eine Karte von Dietzenbach eingepackt - schon kann die Kreisstadt auf zwei Rädern umrundet werden.

Ausgangspunkt für die knapp 20 Kilometer lange "Tour de Dietzenbach" - die weitgehend abseits befahrener Straßen entlangführt - ist der Hessentagspark am Gustav-Heinemann-Ring. Statt der Biegung des Rings zu folgen, fahren wir geradeaus auf einem Radweg in Richtung der Kleingartenanlage Schilflache. Von dort geht es entlang der Waldgrenze und um Steinberg herum, bis wir auf die Tannenstraße stoßen. Auf der führt der Weg durch das ruhige Wohnviertel bis zur Ampelkreuzung mit der Hauptstraße. Nach deren Überquerung bremsen wir auf der Waldstraße. Dann nach links in die Martinstraße und ab in den Wald, wo wir einen großen Bogen um das Gewerbegebiet schlagen. Da die Orientierung im Wald etwas schwerer fällt, heißt es Acht geben, um nicht vom rechten Weg abzukommen. Ziel ist der Patershäuser Hof auf Heusenstammer Gemarkung.

Nach einer Weile lichtet sich der Wald, Felder tauchen auf. Direkt am Radweg liegt das Hofgut, wo bei gutem Wetter kühle Getränke und ein kleiner Imbiss zu haben sind.

Der kleine Schlenker führt wieder zurück nach Dietzenbach, wo wir zunächst auf das Regenrückhaltebecken an der Waldstraße stoßen. Wer die Rundfahrt mit einem kleinen Spaziergang auflockern möchte, kann einen Schwenk zum Barockgarten (1) der Firma Controlware (Waldstraße 94) einbauen. Wer nicht will, quert die Waldstraße und lenkt sein Vehikel auf den Weiskircher Weg Richtung Wasserwerkpark (2). Auch dieser bietet sich für eine Verschnaufpause an. Geschaffen als Hommage an das kostbare Element, ist die Säulen-Konstruktion im November des vergangenen Jahres eingeweiht worden. Wir durchqueren den Park offenen Auges, biegen nach links ab und stoßen geradewegs auf die Vélizystraße.

Dankbarerweise reagiert die Kontaktschleife an der Ampel nicht nur auf Autos; Grün kann auch von einem Fahrrad ausgelöst werden. So kann die Vélizystraße sicher überquert werden. Auf der anderen Seite wartet der Modellflugplatz. Über Feldwege führt die Tour weiter zur Verlängerung der Ober-Rodener Straße. Dort findet sich die Balanciermeile (3). Wem das Radeln als sportliche Betätigung nicht genügt, sollte auf den schmalen Steinen und Balken seinen Gleichgewichtssinn testen. Gegenüber der Balanciermeile befindet sich zurzeit das riesige Kleeblatt-Kunstwerk (4) von Landwirt Scherping, das in den Regionalpark eingebunden ist.

Am Ende der Balanciermeile beginnt auf der gegenüberliegenden Seite der so genannte Geschichtspfad (5). Angefangen bei der Verleihung der Stadtrechte 1970 über den Ausbruch der Pest im Mittelalter bis hin zu Brandgräbern aus der Bronze- und Steinzeit durchlebt der Besucher eine umfassende Zeitreise. Dahinter wenden wir uns wieder nach links und halten auf die Kreisquerverbindung zu.

Diese wird überquert; auf der anderen Seite kommen wir nach wenigen hundert Metern am Heim der Geflügelzüchter vorbei, das an der Alfred-Nobel-Straße liegt. Am Ende der Straße fahren wir links in den Wald, biegen aber bei der ersten Gelegenheit gleich nach rechts ab, um zum Anglerteich (6) zu gelangen. Die grüne Idylle lädt zu einem Picknick ein.

Weiter geht es in Richtung des Alten Oberröder Weges, auf den wir einbiegen und Richtung Kreisquerverbindung rollen. Auf der anderen Seite der viel befahrenen Straße - eine Fußgängerampel sorgt für eine sichere Überquerung - führt ein Radweg nach links in Richtung Wingertsberg. Um zu dem bereits weit sichtbaren Aussichtsturm (7) zu gelangen, folgen wir ein Stück der Kreisquerverbindung, kreuzen die Offenthaler Straße und biegen kurz danach nach rechts auf den Radweg, der in die Weinbergstraße mündet. Hier ist der Anstieg derart steil, dass sich Gelegenheitsradler ohne Scham aufs Schieben verlegen dürfen. Die Hochstraße ist dann eben genug, um das letzte Stück bis zum Turm wieder im Sattel zu bewältigen. Wer die Aussicht genießen möchte, muss jetzt allerdings Treppen steigen.

Auf der abschüssigen Jungfern-Wingert-Straße kehren wir dem Berg den Rücken. Mit Kindern empfiehlt es sich, auch dieses Stück zu schieben, um nicht die Kontrolle zu verlieren und ungebremst auf die Darmstädter Straße zu rasen. Auf dieser fahren wir nach links, rollen entlang der "Klagemauer" und biegen wiederum links in die Bruchstraße ein. Auf dem parallel zur Feldstraße verlaufenden Radweg lassen wir das Wohngebiet hinter uns, fahren an den Gartenanlagen vorbei bis an den Waldrand. Dort biegen wir rechts ab und gelangen zum Wollwiesenteich (8).

Über Feldwege erreichen wir wieder die Frankfurter Straße, der wir bis zur Kreuzung mit der Vélizystraße folgen. Wir wechseln die Seite und gelangen auf der Raiffeisenstraße zum Tell-Vereinshaus. Von dort sind es noch wenige Meter zum Ausgangspunkt im Hessentagspark.

Die Tour als Grafik: tourddtz.gif

Der Artikel erschien in der Offenbach-Post vom 11. August 2005 unter dem Titel "Sehenswertes mit dem Rad erfahren". Veröffentlichung im Internet mit freundlicher Genehmigung der Offenbach-Post, Tageszeitung für Stadt und Kreis Offenbach.

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ADFC Kreis Offenbach e.V - www.adfc-kreis-offenbach.de - last update: 11. September 2005